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Der Traumwunschbaum


Der Traumwunschbaum ∘ Märchen aus Europa ∘ Drache Amulett


Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Sebastian. Er war 10 Jahre alt und las für sein Leben gern. Eines seiner Lieblingsbücher handelte von einem Ritter in einer glänzenden Rüstung, ganz aus Metall, einem alten weisen Zauberer mit einem spitzen Hut und langem Bart und einem noch sehr viel älteren bösen Drachen mit langen gefährlichen Zähnen, der Feuer spucken konnte.

Irgendwie half der Zauberer dem Ritter den bösen Drachen zu besiegen, in den Schlaf zu versetzen und die Welt war für 150 Jahre wieder gerettet. Sebastian wünschte sich nichts lieber, als ebenfalls zaubern zu können.

Eines Tages wanderte er durch das Tal, er wohnte mit seinen Eltern in einem sonnigen kleinen Tal, durch das ein kleiner Fluss mit sehr kaltem aber glasklarem Wasser floss und suchte einen Platz zum Angeln. Da entdeckte er an einer Stelle, die er nie zuvor bemerkt hatte, einen riesigen Baum mit Blättern, die wie Opale schillerten.

Verwundert untersuchte er den Baum und stellte fest, dass er weder die Blätter abrupfen, noch auf den Baum klettern konnte, da der Stamm vollkommen glatt war. Er beschloss daher, den Baum Baum sein zu lassen und packte seine Angelsachen aus. Doch mit einem Mal wurde er sehr schläfrig und wäre beinahe eingeschlafen.

Doch kurz vor dem Einschlafen neigte der Baum plötzlich einen seiner Äste und ließ ein Blatt in Sebastians Hand fallen. Kaum hatte er es festgehalten, ging ein angenehmes Prickeln durch seinen ganzen Arm und die Umgebung, in der er sich eben noch befunden hatte, sah mit einem Mal ganz anders aus.

Die Bäume in der Nähe waren irgendwie größer und älter, es waren mehr Blumen auf der Wiese, und die Berge, die um das Tal herumstanden, waren viel höher, als er sie in Erinnerung hatte. Und dann sah er unweit entfernt eine kleine Blockhütte, deren Schornstein rauchte, davor konnte er einen runden gemauerten Brunnen entdecken, und auf der Terrasse vor dem Haus saß in einem Schaukelstuhl ein ziemlich alter Mann mit weißen Haaren, der Pfeife rauchte.

Neben dem alten Mann, auf einem kleinen Holztisch, lagen verschiedene Beutel und Flaschen sowie ein spitzer Hut. Neugierig ging Sebastian näher und stellte überrascht fest: Der Mann war der alte Zauberer aus seinem Lieblingsbuch. Nun gab es für Sebastian kein Halten mehr, er rannte zu dem alten Zauberer, stellte sich vor und kurz darauf kamen die beiden ins Gespräch.

Der Zauberer erzählte Sebastian nun noch einmal die Geschichte, die er schon aus dem Buch kannte, aber am Schluss angekommen, lernte Sebastian etwas Neues kennen: Die 150 Jahre sind fast um und der Drache müsste nun bald wieder erwachen. Er, der Zauberer, sei nun bereits zu alt, um den Drachen zu bekämpfen und der Ritter sei auch schon lange gestorben. Daher habe er den Traumwunschbaum in die Zeit von Sebastian gezaubert, der einen geeigneten Helfer für ihn suchen sollte, um nun den Drachen ein für alle Male zu vertreiben.

Sebastian schluckte erst einmal und hatte einen dicken Kloß im Hals. Er, der kleine Junge, solle einen riesigen alten Drachen bekämpfen, ihn besiegen und die Welt retten ? »Genau« sagte der alte Zauberer, Du bist der vom Baum ausgesuchte Held, und mit meiner Hilfe wirst Du das auch schaffen, nur dazu musst Du ganz fest an Dich glauben. Ich selbst werde Dich nicht begleiten können, aber ich werde Dir ein paar nützliche Sachen mitgeben, die Dir helfen werden, Deine Aufgabe zu lösen. Und dann begann er wieder zu erzählen.

Er beschrieb Sebastian den Weg zur Drachenburg und gab ihm eine kleine Schachtel mit 3 Elfensteinen sowie einen kleinen Beutel mit merkwürdig aussehenden kleinen Körnchen. 3 Mal würden ihm die Elfensteine helfen, sie würden schon von allein wissen wann sie ihm helfen müssten und einmal würde er den Körnerstaub benötigen.

Gesagt getan, Sebastian übernachtete noch bei dem Zauberer, um ausgeruht seinem Abenteuer entgegen ziehen zu können und nach einem reichhaltigen Frühstück machte er sich am nächsten Morgen auf den Weg. Die Reise verlief völlig ohne Probleme und Sebastians Angst wurde immer kleiner.

So wie seine Angst kleiner wurde, wurde in seiner Vorstellungskraft auch der Drache immer kleiner, Sebastian fasste deshalb neuen Mut bis ………… ja bis er hoch oben in den Bergen an die Eingangstür zur Drachenburg gelangte. Wie sollte er nur hier hindurch gelangen, ohne den Drachen vorzeitig aufzuwecken ?

Da bemerkte er plötzlich, wie es in seiner Hosentasche immer wärmer wurde. Er schaute verwundert nach und bemerkte, dass aus der kleinen Schachtel worin sich die 3 Elfensteine befanden, ein heller Lichtschein quoll. Er öffnete die Schachtel und war für einen Moment vollkommen geblendet. Dann, als er sich an das Licht gewöhnt hatte, konnte er feststellen, dass einer der Steine dieses Licht ausstrahlte.

Er nahm den Stein vorsichtig in die Hand, er war merkwürdigerweise ganz kalt, um ihn sich anzusehen, doch kaum hatte er ihn berührt, schwang die riesige Eingangstür völlig lautlos nach innen auf, und er konnte in eine riesige Halle schauen, in der der Drache lag und fest schlief.

Die ganze Burg war eigentlich eine riesige Halle stellte Sebastian fest, denn der Drache den er natürlich sofort gesehen hatte, es war übrigens einer von der roten Sorte, war so groß, dass in der Burg gar kein Platz mehr für andere Zimmer war.

Rote Drachen waren die, die besonders böse und alt waren, hatte ihm der Zauberer noch verraten, grün sind sie, wenn sie noch klein sind und blau sind die Drachen, die in allem irgendwie dazwischen liegen. Nun, dieser Drachen war nicht nur besonders groß, sondern auch noch besonders rot, ja man kann schon sagen er war fürchterlich dunkelrot.

Und mit einem Mal war Sebastian gar nicht mehr so mutig zumute, er fasste sich aber dennoch ein Herz und schlich ganz vorsichtig und leise in die Halle. Seine anderen beiden Elfensteine rückten und rührten sich nicht. Plötzlich rührte sich der Drache, bewegte sich und gähnte, dann wurde er mit einem Mal wach.

Sebastian war völlig gelähmt und konnte sich vor Schreck nicht mehr bewegen. Dann war es passiert, es kam was kommen musste, der Drache machte seine riesigen Augen auf und entdeckte Sebastian sofort. Der Drache begann sofort zu lachen und dann brüllte er: »Was willst Du denn hier Du Wicht, hat Dich halbe Portion etwa der alte Zauberer geschickt um gegen mich anzutreten?«

Mit einem Mal wurde da unser Sebastian wieder munter, dachte dieser hässliche große rote Drachenfritze da etwa, dass kleine Leute nicht auch mutig und gefährlich sein können? Sebastian riss den Beutel mit den Körnchen aus seiner Tasche und schleuderte den Inhalt mit einem Ruck in Richtung Drachen. Kaum in der Luft, wurden aus den paar Körnern eine riesige Wolke, die sogar noch riesiger war als der Drachen selber und hüllte ihn wie eine Schutzschicht ein.

Und . . . . . . . der Drache war sofort bewegungslos und starr. Sebastian hatte nun Zeit sich den Drachen genau anzusehen, aber dann merkte er wie das Schimmern der Wolke immer blasser und blasser wurde. Mit einem Mal fielen ihm die restlichen zwei Elfensteine wieder ein, die er immer noch in seinen beiden Händen hielt und er öffnete vorsichtig seine beiden Fäuste.

Fast gleichzeitig schossen aus beiden Händen blendende Blitze und umhüllten den Drachen, wie vorher die Wolke. Irgendwie schien es Sebastian nun, als ob der Drache plötzlich schrumpfen würde und nach einer Weile war er sich völlig sicher: der Drache wurde kleiner, erst langsam und dann immer schneller.

Der Drache schrumpfte und schrumpfte, bis er nur noch so groß war wie eine Geldmünze. Dann änderte das kleine Ding seine Farbe von rot zu silbern. Es war vorbei, er, der kleine Sebastian, war nun der große Held und hatte den Drachen besiegt. Stolz steckte er den Drachen in seine Tasche und machte sich auf den Rückweg zum alten Zauberer.

Nachdem er ihm die Geschichte erzählt hatte, lächelte der alte Mann und sagte: »Schlaf nun Sebastian und ruh Dich aus von Deinem Abenteuer.« Sebastian tat wie ihm geheißen und hatte einen seltsamen Traum: Der Zauberer sprach zu ihm: Geh nun in Frieden nach Hause, doch hüte das Amulett des Drachen wie Deinen Augapfel. Am Besten, Du trägst es als Kette um Deinen Hals und solange Du und Deine Kinder und wieder deren Kinder und so weiter dieses Amulett immer behüten, soll die Welt in Frieden leben.

Dann wurde Sebastian wach und stellte fest, dass er an seinem Angelplatz lag. Der Traumwunschbaum war weg und zuerst dachte er, er hätte alles nur geträumt, doch dann entdeckte er eine merkwürdige Kette um seinen Hals …………………… das Drachenamulett.

Und so endet diese Geschichte, das Amulett jedoch befindet sich noch heute im Besitz der Nachkommen des Sebastian und wird von Ihnen immer noch zum Schutz vor bösem Zauber benützt.


Der Traumwunschbaum ∘ Märchen aus Europa ∘ Drache Amulett

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Der Traumwunschbaum ∘ Märchen aus Europa ∘ Drache Amulett - Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Sebastian. Er war 10 Jahre alt und las für sein Leben gern. Eines seiner Lieblingsbücher handelte von einem Ritter in einer glänzenden Rüstung, ganz aus Metall, einem alten weisen Zauberer mit einem spitzen Hut und langem Bart und einem noch sehr viel älteren bösen Drachen mit langen gefährlichen Zähnen, der Feuer spucken konnte.

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Autor: Märchen aus Europa

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Myllow
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