Kupferstich Stuttgart

Kupferstich Stuttgart ∘ Topographie und Geschichte

Das Tal von Canstatt beiderseits des Neckar war infolge seiner natürlichen Vorzüge von Römern und Alamannen schon lange besiedelt, ehe Herzog Luitolf, Sohn Kaiser Ottos I., der 949-54 das Herzogtum Alamannien verwaltete, in dem nahe gelegenen Nesenbachtal einen Stutengarten anlegte.

Das älteste Wappen Stuttgarts besteht darum aus einer Stute mit säugendem Fohlen. Nach den Welfen und dem Sturz der Hohenstaufen gewann Stuttgart erst mit dem Emporkommen des württembergischen Grafenhauses, deren Stammhaus auf dem Rotenberg lag, an Bedeutung.

Urkundlich wird Stuttgart 1229 zum ersten Mal genannt. Es ist also eine verhältnismäßig junge Stadt und seit 1321 Eberhard I. seinen ständigen Wohnsitz vom Rotenberg hierher verlegte, Haupt- und Residenzstadt Württembergs.

Als schließlich Eberhard im Bart 1495 von Kaiser Maximilian die Herzogswürde erhielt, fand damit der Aufschwung des Landes und der Stadt sichtbaren Ausdruck.

Nach diesem beständigen Wachstum setzte unter Herzog Ulrich eine unruhige Zeit mit vielen Rückschlägen ein, die erst nach Napoleon 1816 endete. Zunächst geriet Stuttgart in die Hände des Schwäbischen Bundes und des Erzherzogs Ferdinand von Österreich.

Die Reformation, während der die Dominikaner die Stadt verlassen mussten, wurde durchgeführt. Nach dem 30jährigen Krieg, in dem die Einwohnerzahl um die Hälfte zurückgegangen war, verstärkte sich der Druck Frankreichs auf rechtsrheinische Gebiete unter Ludwig XIX. und brachte der Stadt wiederholt fremde Besatzung.

Auch in der Hofhaltung und im Bauwesen orientierten sich nun die württembergischen Landesherren an Versailles.  Zu den Prachtbauten der mit der Reformation einhergehenden Renaissance aus dem 16. Jh. kamen mit der Gegenreformation im 17. Jh. dynamische barocke Formen, die dann zu Ausgang desselben sich in der Verspieltheit des Rokoko verliefen.

Herzog Karl Eugen richtete 1770 auf der Solitude eine militärische Schule ein, aus der einige Jahre später als Hohe Karls-Schule die Universität hervorging. Hier erhielt zum Beispiel Friedrich Schiller seine Ausbildung als Militärarzt. 

Hatten Reformatoren, Dogmatiker, Feldherren und Politiker zwei Jahrhunderte Stuttgart geprägt, so kamen im 19. Jahrhundert andere Kräfte zum Durchbruch. Stuttgart wurde zu einem Schwerpunkt kulturellen Lebens. Dichter und Schriftsteller wie Schwab, Hauff, Mörike, Uhland, Herwegh, Freiligrath, Lenau und Raabe wirkten hier neben namhaften Verlegern wie Cotta, Hallberger und Kröner. Robert Bosch und Daimler, Werke der Maschinen- und Farbindustrien kündigten bereits eine neue Zeit an.

Kupferstich Stuttgart ∘ Topographie und Geschichte

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Kupferstich Stuttgart ∘ Topographie und Geschichte - Das Tal von Canstatt beiderseits des Neckar war infolge seiner natürlichen Vorzüge von Römern und Alamannen schon lange besiedelt, ehe Herzog Luitolf, Sohn Kaiser Ottos I., der 949-54 das Herzogtum Alamannien verwaltete, in dem nahe gelegenen Nesenbachtal einen Stutengarten anlegte.

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Autor: N. N.

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