Der Hund und seine Beute

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Der Hund und seine Beute – Aesop Fabel – Gier und Begierde

Ein großer Hund hatte einem kleinen, schwächlichen Hündchen ein dickes Stück Fleisch abgejagt. Schnell brauste er mit seiner Beute davon. Als er dann über eine schmale Brücke lief, fiel sein Blick zufällig ins Wasser.

Wie vom Blitz getroffen blieb er stehen, denn er sah unter sich einen Hund, der gierig seine Beute festhielt. »Der kommt mir zur rechten Zeit«, sagte der Hund zu sich auf der Brücke, »heute habe ich wirklich Glück. Sein Stück Fleisch scheint noch größer zu sein als meines.«

Gefräßig stürzte er sich kopfüber in den Bach und biss nach dem Hund, den er von der Brücke aus gesehen hatte. Das Wasser spritzte auf. Er ruderte wild im Bach umher und spähte hitzig nach allen Seiten.

Aber er konnte den Hund mit dem Stück Fleisch nicht mehr entdecken, er war verschwunden. Da fiel dem Hund sein soeben erbeutetes, eigenes Stück wieder ein. Doch wo war es geblieben? Verwirrt tauchte er wieder unter und suchte vergeblich danach.

Lehre: In seiner dummen Gier war dem großen Hund auch noch das Stück Fleisch verloren gegangen, das er schon sicher zwischen seinen Zähnen gehabt hatte.

Der Hund und seine Beute – Aesop Fabel – Gier und Begierde

Der Hund und seine Beute
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Der Hund und seine Beute - Aesop Fabel - Gier und Begierde - Ein großer Hund hatte einem kleinen, schwächlichen Hündchen ein dickes Stück Fleisch abgejagt. Schnell brauste er mit seiner Beute davon. Als er dann über eine schmale Brücke lief, fiel sein Blick zufällig ins Wasser.

URL: https://aventin.de/der-hund-und-seine-beute/

Autor: Aesop

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