AMO · Ich liebe die Schmetterlinge

AMO · Ich liebe die Schmetterlinge · Henry van de Velde

Ich liebe die exotischen Schmetterlinge, über deren sinnreich gebauter und erprobter Konstruktion ein Gewebe sich breitet, von einer frischen Köstlichkeit wie hell aufflackerndes Lachen.

Ich liebe die Schmetterlinge, welche sind blau und schimmernd wie eine Sternennacht im Sommer, gelb und warm wie ein herrlicher Tag in der Mitte des Jahres oder mehr noch, dunkel und tief wie die Trauer, wie das Leid ohne Ende.

Leben und Werk:
Henry Clement van de Velde (* 3. April 1863 in Antwerpen; † 25. Oktober 1957 in Zürich) war ein flämisch-belgischer Architekt und Designer.

Van de Velde gilt als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils. Von ihm ging eine fundamentale Erneuerung der angewandten Kunst aus. Seine Arbeiten in unterschiedlichen Materialien überwanden das gegenständliche Decorum des späten 19. Jahrhunderts.

Henry van de Velde wurde als sechstes von acht Kindern des wohlhabenden Apothekers Guillaume Charles van de Velde (1825–1901) geboren. Seine Mutter Jeanne Aimée Aurore (1826–1888), geb. de Paepe, stammte ebenfalls aus einer Apothekerfamilie. Sein Vater organisierte nebenher Festivals für berühmte internationale Komponisten.

Henry van de Velde besuchte in Antwerpen das Koninklijk Atheneum, ein humanistische Gymnasium, und freundete sich zu Beginn des Schuljahres 1878/1879 in der vierten Lateinklasse mit dem späteren Dichter Max Elskamp an. Ihr Briefverkehr befindet sich im Archiv der Universitätsbibliothek von Antwerpen.

Von 1880 bis 1885 studierte er an der Kunsthochschule Antwerpen, ab 1883 auch kurzzeitig im Privatatelier des Malers Charles Verlat. Im selben Jahr gründete er die Künstlervereinigung Als Ik Kan mit. Als van de Velde an der Antwerpener Kunstausstellung das Bild Bar aux Folies Bergère von Édouard Manet gesehen hatte, entschloss er sich, in Paris weiterzustudieren. Hier schloss er sich 1884/85 der impressionistischen Malergruppe L’Art Indépendant an, und auf Vermittlung von Peter Benoit wurde er Schüler von Émile Auguste Carolus-Duran.

Als van de Velde wieder nach Belgien zurückkehrte, suchte er die Einsamkeit und lebte vier Jahre im Gasthaus von Wechelderzande, einem kleinen Ort nahe Antwerpen. In der dortigen Künstlerkolonie befreundete er sich mit Adriaan Joseph Heymans, Florent Crabeels und Jacques Rosseels (1828–1912). Neben seinem künstlerischen Schaffen las van de Velde u. a. die Werke von Friedrich Nietzsche und Émile Zola.

Im Sommer 1887 besuchte ihn die schon an Krebs erkrankte Mutter, und van de Velde pflegte und porträtierte sie. Im Winter 1887/1888 kehrten sie zusammen nach Antwerpen zurück. Zusammen mit Max Elskamp, Georges Serigier, George Morren und dem Advokaten Charles Dumercy gründete van de Velde 1887 die drei Jahre aktive Association pour l’art indépendant.

1888 wurde van de Velde von der Künstlervereinigung Les Vingt als Mitglied aufgenommen. In den Wintermonaten war er zusammen mit anderen Künstlern, Schriftstellern, Dichtern und Politikern oft zu Gast bei Edmond Picard. Wegen einer sich anbahnenden Neurasthenie verbrachte van de Velde den Sommer 1889 bei seinem Bruder in der Blankenberger Villa und lernte in dieser Zeit Charles Van Lerberghe, mit dem er sich anfreundete, sowie Émile Vandervelde und den Advokaten Max Hallet kennen.

Später zog van de Velde zu seiner älteren Schwester Jeanne und ihrem Mann nach Kalmthout ins Haus »Vogelenzang«. In dieser Zeit hatte er u. a. Kontakt zu August Vermeylen und gestaltete für die neu gegründete Literaturzeitschrift Van Nu en Straks die Titelschrift. (Wiki)

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Autor: Henry van de Velde

Bewertung des Redakteurs:
4

Übe Mäßigkeit bei der Ernähung und esse nicht so viel, bis dir das Denken schwer fällt. Auch trinke nicht so viel, bis dir die Luft weg bleibt.

Aventin