Monat: Juni 2013

Juni – Sonnenwende Philosophie

Juni – Sonnenwende

Juni - Sonnenwende - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Die längsten Tage, die kürzesten Nächte überwandern das Land. Es wird nicht mehr ganz dunkel des Nachts, der Untergangspunkt der Sonne hat sich weit vom Westen zum Norden hin verschoben. Vom späten Abend bis zum Morgengrauen bleibt der Nordhorizont, den als einsamer Stern Capella im Fuhrmann durchfunkelt, Träger eines gläsern klaren oder eines milchigen Glanzes.
Juli – Traum Philosophie

Juli – Traum

Juli - Traum und Weltmüdigkeit - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Tropische Glut überlagert die Landschaft, Gelassenheit ergreift Besitz von der Seele, chinesische Weisheit des Wu Wei, des Nichts-Tuns in Einklang mit dem Dao, ist dem Geist nunmehr gemäß. Am allzu bunt und sättigend aufgefüllten Erscheinungsbild der Welt ermüdet der Mensch, wie er in der Sonne des Juli ermüdet.
August – Gewitter Philosophie

August – Gewitter

August - Gewitter und Sternschnuppen - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Der Monat der Gewitter und der Sternschnuppen-Nächte schließt sich dem Juli an, in dessen Bann wir das Überweltliche erflogen, die Arupa-Welten, die dem Theosophen bekannt sind als diejenigen Zonen hoher Wirklichkeit, die nichts Gestalthaftes, Geteiltes und einem Sondersein Verpflichtetes mehr bergen.
September – Nachsommer Philosophie

September – Nachsommer

September - Der süße Nachsommer - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Die Wolken der Zugvögel rauschen über uns dahin. Das Obst ist reif, Äpfel und Birnen klopfen zu Boden, wenn der Wind weht – und in der gläsernen Klarheit des Tages riecht es nach Efeu und Lebensbaum. Abends aber, wenn das Dunkel immer früher hereinbricht und die Kühle uns bald schon Ausschau halten lässt nach dem teefarbenen Licht des Fensters daheim, blinkt vom Osthimmel her das Siebengestirn zu uns hernieder.
Oktober – Geist verdichtet zu Samen Philosophie

Oktober – Geist verdichtet zu Samen

Oktober - Geist verdichtet zu Samen - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Alles Pflanzliche, das jetzt, von der Kühle genötigt, aus seinem grünen Herzen heraus des nahenden Winters ansichtig wird, kennt nur eine einzige Methode des Überdauerns, wenn es nicht Baum oder Gesträuch ist, die Zusammenziehung des eigenen Wesens in den Samen.