Der Esel und der Gärtner – Aesop Fabel – Schicksal Zufriedenheit
Ein Esel diente schon viele Jahre lang fleißig einem Gärtner. Da er aber nicht genug zu fressen bekam und auch immer sehr viel arbeiten musste, wie er meinte, betete er zu Zeus, dass er ihn vom Gärtner befreie und einem anderen Herrn überlasse.
Zeus schickte daraufhin Hermes zu ihm und ließ durch ihn dem Gärtner befehlen, den Esel einem Töpfer zu verkaufen.
Dort hatte der Esel aber noch viel Übleres zu erdulden. Er war beim Töpfer gezwungen, große schwere Lasten über weite Strecken zu tragen. Zu fressen bekam er auch nur, was gerade mal so am Wegesrand zu finden war.
Da betete der Esel erneut zu Zeus und bat ihn um Hilfe. Auch dieses Mal brachte Zeus den Töpfer unter Vermittlung von Hermes wieder dazu, den Esel an einen Gerber zu verkaufen.
Als der Esel dann sah, dass sein Herr ihn wieder los haben wollte, sagte er zu sich selber: »Ach, wie war es doch erstrebenswert, meinem früheren Herrn dem Gärtner zu dienen und seine Lasten zu tragen. Auch dort habe ich zwar gehungert, aber nun, wenn ich einmal sterbe, werde ich nicht einmal ein Begräbnis bekommen sondern meine Haut zu Markte getragen sehen. So ist es bei weitem schlimmer. Am liebsten würde ich wieder zu meinem alten Herrn zurück kehren.«
Lehre: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach oder wer nicht aufpasst, kommt vom Regen in die Traufe!
