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Den Rubicon überschreiten


Den Rubicon überschreiten Geschichte und Historie


Der Rubicon ist ein kleiner Fluss in Italien, 35 Kilometer lang, der unweit der Küstenstadt Rimini in die Adria (Ostküste der italienischen Halbinsel) mündet. Laut dem Historiker Michel Pastureau leitet sich sein Name vom lateinischen Adjektiv »ruber« ab, was »rot« bedeutet. Und wirklich, der Fluss hat tatsächlich einen leichten Rotstich.

Wenn dieser Fluss, der sehr unspektakulär aussieht, weltweit bekannt ist, dann deshalb, weil er Schauplatz eines historischen Ereignisses war. Unter der Römischen Republik bildeten nämlich der Rubicon und der Arno eine Grenze zwischen dem römischen Territorium und dem der Gallier, war also die Nord-Grenze des damaligen römischen Reiches. Großen militärischen Kontingenten war es strikt verboten, diese Grenze zu überschreiben und sich der Stadt Rom zu nähern.

Im Jahr 49 v. Chr. versuchte Julius Caesar, in Rom wieder Konsul zu werden. Viele Senatoren wollten ihn daran hindern, weil sie befürchteten, dass der Sieger der gallischen Revolten Herrscher von Rom werden wollte. Angesichts der damaligen festgefahrenen politischen Situation aber ergriff Caesar die Initiative und überquerte mit einer Legion den Rubicon Richtung Süden.

Laut dem Historiker Plutarch sagte er dabei: »alea jacta est«, oder auf deutsch: »der Würfel ist geworfen worden«, was bedeutet, dass eine unwiderrufliche Entscheidung getroffen wurde.

Laut einem Senator, der ihn damals begleitete, sprach Caesar aber auf Griechisch: »Die Würfel sind gefallen«, was bedeutet, dass der römische Führer es einfach dem Schicksal überließ und selbst nicht genau wusste, was kommen werde. Was kam, war ein vierjähriger Bürgerkrieg und die Ermordung von Julius Caesar im Jahr 44 v. Chr..

Heute hat der Ausdruck »den Rubicon überschreiten« eher die Bedeutung, einen Punkt erreicht zu haben, an dem es kein Zurück mehr gibt.


Den Rubicon überschreiten ∗ Geschichte und Historie

Den Rubicon überschreiten ⋆ AVENTIN Storys

Den Rubicon überschreiten ∗ Geschichte und Historie - Der Rubicon ist ein kleiner Fluss in Italien, 35 Kilometer lang, der unweit der Küstenstadt Rimini in die Adria (Ostküste der italienischen Halbinsel) mündet. Laut dem Historiker Michel Pastureau leitet sich sein Name vom lateinischen Adjektiv »ruber« ab, was »rot« bedeutet. Und wirklich, der Fluss hat tatsächlich einen leichten Rotstich.

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Autor: N. N.

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