Fuchshochzeit – Märchen aus Japan

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Fuchshochzeit – Märchen aus Japan

Einst lebte ein Ehepaar weiße Füchse, die hatten einen Sohn, so nett und glatt, wie nur je einer zu sehen war, schneeweiß, wie seine Eltern.

Als der junge Fuchs erwachsen war, sagte sein Vater zu ihm: »Jetzt will ich mich aufs Altenteil setzen und dir das Regiment im Haus überlassen. Suche dir eine Frau und fange an, selbst zu wirtschaften. Mit Rat und Tat will ich dir gern zu jeder Zeit zur Seite stehen.«

Der junge Fuchs dankte seinem Vater aufs verbindlichste und begann sogleich mit Eifer daran zu arbeiten und den neuen Hausstand vorzubereiten.

Die Frage, wen er als Braut heimführen sollte, war auch sehr bald entschieden, denn gar nicht weit von ihnen wohnte ein anderes Paar weißer Füchse, die ein Töchterchen hatten, das seiner Schönheit halber berühmt war. Ihr Fell strahlte weithin und war so glatt wie Seide.

Nun war es vor allen Dingen nötig, die Einwilligung der Eltern des schönen Mädchens zu holen. Ein geschickter Brautwerber fand sich bald und brachte die Angelegenheit in der üblichen Weise, mit allen erdenklichen Höflichkeitsbezeugungen, ohne weitere Hindernisse in Gang. Geschenke vom Freier kamen an, und der Bote, der sie mit zierlich gesetzten Glückwünschen anschleppte, wurde mit reichem Lohn entlassen.

Nun wurde eine Zusammenkunft der Brautleute verabredet, damit sie sich doch vorher kennen lernten, ehe die Braut in ihres Mannes Haus käme. Das übliche Fass Sake wanderte in die Wohnung des künftigen Paares, und es blieb nichts übrig, als einen guten, glückbringenden Tag im Kalender für die Hochzeit auszuwählen.

Endlich kam dieser Tag herbei; aber leider war es recht schlechtes Wetter. Schwere Wolken zogen unablässig am Himmel dahin, und fast beständig fiel Regenschauer herab. Dennoch setzte sich der Zug mit der Braut zur rechten Zeit in Bewegung, und siehe da, bei vollem strömenden Regen lachte auf einmal die Sonne, gerade als die Braut unterwegs war.

Alle Welt wunderte sich und war darüber sehr erfreut, und daher sagt man noch heutzutage in Japan noch, wenn bei vollem Regen die Sonne scheint: »Die Braut des Fuchses geht in ihres Mannes Haus.«

Hier angelangt, leerte die schöne Braut die Sakeschale, von der zuvor ihr Bräutigam getrunken hatte und dann waren alle vergnügt und tanzten, sangen und tranken nach Herzenslust.

Und so lustig wie die Hochzeit, so glücklich war das spätere Dasein des jungen Paares. Füchslein, alle nett und weiß von Pelz, der eine noch runder und kräftiger als der andere, sprangen bald umher und gediehen zur Freude der Eltern und des würdigen alten Großvaters, der nicht verfehlte, jeden derselben seinem Schutzpatron, der Göttin und dem Gott von Inari, vorzustellen und sie ihrem Schutz zu empfehlen.

Und die Götter halfen auch getreulich, die ganze Familie vor bösen Hunden und anderen Feinden zu bewahren. So dauerte das Glück viele viele Geschlechter hindurch bis auf den heutigen Tag.

Fuchshochzeit – Märchen aus Japan

Fuchshochzeit

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Autor: Märchen aus Japan

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