Arabische Liga · Organisation arabischer Staaten
Die Arabische Liga (offiziell: Liga der Arabischen Staaten) ist eine regionale zwischenstaatliche Organisation arabischer Staaten mit Sitz in Kairo, die 1945 gegründet wurde, um politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zusammenarbeit zu fördern und gemeinsame arabische Interessen international zu vertreten.
Mitgliederzahl und Zusammensetzung
- Die Liga besteht aktuell aus 22 Mitgliedern: 21 souveränen Staaten sowie Palästina, das durch die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) vertreten wird.
- Dazu zählen Staaten aus Nordafrika, dem Nahen Osten und Teilen Ostafrikas (z. B. Ägypten, Saudi‑Arabien, Irak, Marokko, Algerien, Golfstaaten, Sudan, Somalia, Djibouti, Komoren u. a.).
- Syrien ist seit 2011 suspendiert, wird aber in der Gesamtzahl oft weiterhin als Mitglied geführt; praktisch nimmt es nicht an Entscheidungen teil.
Politische Ambitionen und Aufgaben
Gemäß ihrer Charta verfolgt die Arabische Liga vorrangig folgende politische Ziele:
- Stärkung der Zusammenarbeit in Politik, Kultur, Sozialem und Wirtschaft zwischen den Mitgliedstaaten.
- Wahrung der Unabhängigkeit und Souveränität der Mitgliedstaaten sowie Vertretung gemeinsamer außenpolitischer Interessen.
- Schlichtung innerarabischer Konflikte und Verhinderung von Streitigkeiten zwischen Mitgliedern.
- Unterstützung der palästinensischen Sache, insbesondere die Anerkennung und Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates.
- Koordination von Positionen in internationalen Organisationen und bei Themen wie Sicherheit, Migration oder regionalen Krisen.
In der Praxis ist die Liga jedoch oft durch unterschiedliche nationale Interessen ihrer Mitglieder geprägt, was gemeinsame, durchsetzungsstarke Beschlüsse erschwert.
Wirtschaftliche Ambitionen
Wirtschaftlich strebt die Arabische Liga an:
- Vertiefung der wirtschaftlichen Integration durch Abkommen zu Handel, Investitionen, Zollfragen und wirtschaftlicher Zusammenarbeit.
- Förderung von gemeinsamen Projekten in Bereichen wie Transport, Energie, Kommunikation und Finanzwesen.
- Schaffung eines arabischen Gemeinsamen Marktes und Abbau von Handelshemmnissen zwischen den Mitgliedsländern.
- Koordinierung von Wirtschafts‑ und Entwicklungspolitik, etwa über den Wirtschaftsrat der Liga und spezialisierte arabische Fachorganisationen.
Tatsächlich bleibt der innerarabische Handel aber vergleichsweise gering; nur ein kleiner Teil der arabischen Exporte geht in andere arabische Länder, was die wirtschaftliche Integration bisher begrenzt.
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Die Arabische Liga (offiziell: Liga der Arabischen Staaten) ist eine regionale zwischenstaatliche Organisation arabischer Staaten mit Sitz in Kairo, die 1945 gegründet wurde,
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Autor: N. N.
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