Paracelsus – Theophrastus Bombast von Hohenheim – Salzburg
Er selbst nannte sich Paracelsus in Anlehnung an den Enzyklopädisten Aulus Cornelius Celsus und gilt heute als einer der Begründer der modernen Medizin.
Als Sohn eines Arztes wurde er schon früh mit der Heilkunde vertraut und trat daher bereits als Jugendlicher in die väterlichen Fußstapfen. Nach Beendigung seines Studiums in Wien und Ferrara war sein Leben von ständigem Umherziehen und Rastlosigkeit geprägt.
Dies lag wohl nicht nur in seinem Wesen begründet, sondern vor allem auch in seiner Neigung, die damaligen traditionellen Überlieferungen radikal anzugreifen und dadurch überall anzuecken.
Die alte Schulmedizin von Galenos und Avicenna lehnte er radikal ab, nur die Lehren des Empirikers Hippokrates akzeptierte er, da diese die Natur als Oberstes aller Dinge ansahen. Nach seinem Verständnis verursache die Natur die Krankheiten und stelle aber auch deren Heilmittel zur Verfügung, die in Flora und Fauna zu finden sind.
Aus heutiger Sicht propagierte er damit ein ganzheitliches Weltbild, das den Menschen als Teil des natürlichen Ganzen ansah und sämtliche Schwächen, Fehler und Krankheiten auf verschiedene Ursprünge zurückführte, die aus eigenen Fehlern heraus, durch natürliche Einflüsse oder Klima verursacht wurden.
Heilung versprach Paracelsus nur durch Änderung der Lebensführung, durch Zubereitung von Heilmitteln (Alchemie) und durch Gottvertrauen.
In seinen Schriften findet sich immer auch eine philosophisch-esoterische Sichtweise, die vom reformatorischen Geist seiner Zeit geprägt war. Aus heutiger Sicht sind vor allem seine Werke über die Chirurgie, die Wundbehandlung, die Franzosenkrankheit und Berufskrankheiten wie die der Bergleute, die es bis dato in der Art noch nicht gegeben hatte, die bedeutendsten.
Um seinen Protest gegen die damalige Schulmedizin zu unterstreichen, verfasste Paracelsus viele seiner Schriften nicht in der damaligen Gelehrtensprache Latein, sondern in Deutsch. Auch seine Vorlesungen hielt er in seiner Muttersprache.
All dies brachte ihm natürlich seitens der damaligen Gelehrten große Empörung ein. Durch sein Verhalten polarisierte er seine Zeitgenossen, deren Schilderungen über ihn vom bedeutenden Reformer bis hin zum cholerischen Alkoholiker reichen.
Paracelsus (*1493 +1541) wird sicherlich kein einfacher Mensch gewesen sein. Als er im Alter von gerade einmal 48 Jahren in Salzburg starb, war er völlig mittellos und ohne Freunde und wurde auf dem dortigen Armenfriedhof (Sebastiansfriedhof) verscharrt.
Viele Schriften von Paracelsus erschienen erst posthum, was ihn seinen eigentlichen Erfolg leider nicht mehr erleben ließ.
Paracelsus – Theophrastus Bombast von Hohenheim – Salzburg – Arzt und Heilpraktiker – Person
Paracelsus - Theophrastus · AVENTIN.de
Paracelsus - Theophrastus Bombast von Hohenheim - Salzburg - Arzt und Heilpraktiker - Er selbst nannte sich Paracelsus in Anlehnung an Aulus Cornelius Celsus.
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Autor: N. N.
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