Das Gesetz der Resonanz – Kurt Tepperwein – Geistige Gesetze
Tepperwein versteht das Gesetz der Resonanz als geistiges Grundprinzip, nach dem dein innerer Zustand (Gedanken, Gefühle, Glaube, Schwingung) bestimmt, welche Menschen, Situationen und Chancen du in dein Leben anziehst – Gleiches zieht Gleiches an.
Was Tepperwein unter Resonanz versteht:
- Resonanz bedeutet für ihn: Du bist ein ‚Sender‘, der ständig eine bestimmte energetische Signatur aussendet; das Leben antwortet mit Erlebnissen, die zu dieser Signatur passen.
- Du bekommst nicht, was du dir wünschst, sondern was deinem tatsächlichen Sein entspricht – also deiner gewohnten Denk-, Fühl- und Handlungsweise.
Innere Welt und äußere Umstände stehen im Spiegelverhältnis: Das Außen ist Ausdruck deines Bewusstseinszustandes.
Ein einfaches Beispiel: Wer innerlich von Mangel überzeugt ist, zieht immer wieder Mangelerfahrungen an, auch wenn er ‚positiv denkt‘, aber unbewusst an Mangel glaubt.
Voraussetzungen:
Tepperwein betont mehrere Voraussetzungen, damit das Resonanzgesetz bewusst ‚funktioniert‘ und nicht nur unbewusst wirkt.
- Klarheit und Absicht: Du brauchst ein klares Ziel bzw. eine eindeutige innere Ausrichtung statt diffuser Wünsche.
- Glaube / innere Zustimmung: Absicht allein reicht nicht; du musst innerlich für möglich halten, zu erhalten, was du anziehen willst, sonst arbeiten Absicht und Glaube gegeneinander.
- Verantwortungsübernahme: Du erkennst, dass deine Einstellungen, Erwartungen und Entscheidungen die Ursachen deiner Erfahrungen sind; kein ‚Opferdenken‘.
- Kohärenz von Denken, Fühlen, Handeln: Gedanken, Emotionen und Verhalten sollen in die gleiche Richtung zeigen; reine Gedankenarbeit ohne entsprechendes Tun bleibt wirkungsschwach.
- Innere Arbeit vor äußerer Veränderung: Zuerst den geistigen ‚Status‘ verändern (Überzeugungen, Selbstbild, Grundhaltung), damit das Äußere folgen kann.
Ziele im Leben nach dem Gesetz der Resonanz:
Tepperwein sieht das Gesetz nicht nur als Technik zur Wunscherfüllung, sondern als Weg in ein stimmiges, bewusst gestaltetes Leben.
Wesentliche Lebensziele dabei:
- Ein Leben in innerer Harmonie, Frieden und Sinn – äußere Erfolge gelten als Folge einer passenden inneren Schwingung.
- Entfaltung des eigenen Potenzials als ‚Schöpfer‘: zu erkennen, dass du fortwährend Ursachen setzt und damit dein Schicksal mitgestaltest.
- Aufbau von ‚geistigem Wohlstand‘: Fülle an Vertrauen, Liebe, Dankbarkeit, Klarheit – materielle Fülle ist Ausdruck, nicht Primärziel. - Bewusste Mitwirkung im ‚kosmischen Plan‘: Die geistigen Gesetze werden als Ausdruck einer überpersönlichen Ordnung verstanden, mit der man sich in Einklang bringen kann.
- Praktische Leitsätze dazu sind etwa: Gewinnerhaltung kultivieren, Erfolgsdenken klären, Zielklarheit schaffen und das Resonanzgesetz im Alltag beachten.
Philosophische Betrachtung:
Philosophisch lässt sich Tepperweins Resonanzgesetz in mehreren Linien lesen:
- Metaphysischer Idealismus: Wirklichkeit erscheint als Ausdruck des Geistes; Ursachen liegen nicht primär im Materiellen, sondern im Bewusstsein.
- Moral und Gerechtigkeit jenseits von Konvention: Die geistigen Gesetze sollen eine ‚kosmische Gerechtigkeit‘ verbürgen, die über menschliche Normen hinausgeht – jeder erntet, was er innerlich gesät hat.
- Anthropologisches Bild: Der Mensch ist wesentlich Schöpfer und Mitgestalter, nicht Opfer äußerer Umstände; Freiheit besteht darin, den eigenen Bewusstseinszustand zu wählen.
- Kritischer Aspekt: Philosophisch kann man fragen, ob jedes Leid wirklich aus individueller Resonanz stammt oder ob strukturelle, zufällige und zwischenmenschliche Faktoren unterschätzt werden; Tepperwein neigt zu einer sehr konsequenten Verantwortungszuschreibung an das Individuum.
In einer moderaten philosophischen Lesart kann man das Gesetz der Resonanz als symbolische Beschreibung verstehen: Es erinnert daran, dass Einstellungen, Glaubenssätze und Emotionen unsere Wahrnehmung, Entscheidungen und damit tatsächlich auch unsere Lebensrealität stark prägen – unabhängig davon, ob man die dahinterliegende ‚Schwingungs‘-Metaphysik teilt.

