Das Gesetz der Fülle – Kurt Tepperwein – Geistige Gesetze
Tepperwein versteht unter dem Gesetz der Fülle keinen bloßen materiellen Überfluss, sondern einen Grundzustand des Lebens, in dem sich das wahre Selbst in Harmonie mit der Schöpfung ausdrückt und Fülle „natürlich“ folgt, wenn das Bewusstsein entsprechend ausgerichtet ist.
In dieser Sicht ist Fülle nicht etwas, das man sich krampfhaft aneignet, sondern etwas, das aus innerer Ordnung, Bewusstheit und Übereinstimmung mit dem Ganzen hervorgeht.
Voraussetzungen:
Damit das Gesetz der Fülle wirksam werden kann, müssen nach Tepperwein vor allem innere Voraussetzungen stimmen: Klarheit der Ausrichtung, Übereinstimmung von Absicht und innerer Zustimmung sowie ein Bewusstsein, das nicht im Mangel festhängt. Entscheidend ist also, dass der Mensch nicht gegen seine eigene innere Überzeugung arbeitet; sonst bleibt Fülle nur Wunschdenken.
In seinem Werk wird außerdem betont, dass die Kenntnis geistiger Gesetze helfen soll, sich als Teil des Ganzen zu erfahren und das wahre Selbst statt eines engen Ichs zu leben.
Ziele im Leben:
Das eigentliche Lebensziel ist bei Tepperwein nicht das Anhäufen von Dingen, sondern die Vollkommenheit des Wahren Selbst immer vollständiger zum Ausdruck zu bringen und dadurch in Harmonie mit der Schöpfung zu leben.
Fülle ist damit eher Folge als Zweck: Sie begleitet ein Leben, das stimmig, bewusst und am Wesentlichen orientiert ist. Praktisch heißt das auch, nicht primär Glück oder Sicherheit im Außen zu suchen, sondern eine innere Haltung zu entwickeln, aus der erfülltes Leben entsteht.
Philosophische Deutung:
Philosophisch lässt sich das Gesetz der Fülle als ontologische These lesen: Wirklichkeit ist nicht primär Mangel, sondern im Grund Fülle und Ordnung. Das verschiebt den Blick weg von Besitzdenken hin zu Bewusstsein, Beziehung und Sinn; „reich“ ist dann nicht zuerst, wer viel hat, sondern wer im Einklang mit dem Ganzen lebt.
Kritisch betrachtet ist das weniger eine empirisch prüfbare Naturgesetz-Aussage als eine spirituell-philosophische Deutung des Lebens, die den Menschen zu innerer Wandlung und Verantwortung für seine Wahrnehmung und Haltung auffordert.
In einem Satz:
Das Gesetz der Fülle meint bei Tepperwein: Wer sein Bewusstsein von Mangel auf die Ordnung des Ganzen ausrichtet, das wahre Selbst ausdrückt und innere Übereinstimmung lebt, erfährt Fülle als natürliche Folge.
Das Gesetz der Fülle – Kurt Tepperwein – Die Geistigen Gesetze
Das Gesetz der Fülle · AVENTIN.de
Das Gesetz der Fülle - Tepperwein versteht unter dem Gesetz der Fülle keinen bloßen materiellen Überfluss, sondern einen Grundzustand des Lebens.
URL: https://aventin.de/das-gesetz-der-fuelle/
Autor: Ave
5