Löwe und andere Tiere auf der Jagd – Aesop Fabel – Gewalt und Teilung
Der Löwe, ein Schaf und andere Tiere gingen zusammen auf die Jagd.
Der Löwe schwur, er wolle nach ihrer Heimkehr alles Erbeutete mit ihnen redlich teilen.
Als nun ein Hirsch in einem Sumpf stecken blieb, wo gerade das Schaf Wache hielt, meldete dieses dem Löwen den Vorfall. Der Löwe eilte herbei, erwürgte den Hirsch und teilte die Beute in vier gleiche Teile.
„Der erste Teil gehört mir“, sagte er nun zu den Umstehenden, „weil ich der Löwe bin“.
„Der zweite Teil gehört mir, weil ich der Herzhafteste unter euch bin“
„Der dritte Teil gehört ebenfalls mir, weil ich der Stärkste bin.“
„Und den, der mir den vierten Teil abspricht, werde ich auf der Stelle erwürgen.“
So behielt der Löwe den ganzen Hirsch, ohne dass es seine Jagdgenossen auch nur wagen durften, darüber zu klagen. Sein Schwur galt nichts.
Lehre: Mit einem starken Gewalttätigen gehe nicht gemeinschaftlich auf Geschäfte aus, er teilt oftmals nur zum Nachteil des Schwächeren.
Löwe und andere Tiere auf der Jagd – Aesop Fabel – Gewalt und Teilung
Löwe und andere Tiere auf der Jagd
Löwe und andere Tiere auf der Jagd - Aesop Fabel - Gewalt und Teilung - Der Löwe, ein Schaf und andere Tiere gingen zusammen auf die Jagd.
URL: https://aventin.de/loewe-und-andere-tiere-auf-der-jagd/
Autor: Aesop
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