Philosophie

In der Philosophie (altgriechisch φιλοσοφία philosophía, latinisiert philosophia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

März – Dem Frühling entgegen Philosophie

März – Dem Frühling entgegen

März - Dem Frühling entgegen - Herbert Fritsche - Jahreslauf - Philosophie - Nie ist der Himmel so blau, sein Mond so blank und bei Tag das Licht so kraftvoll zum Blenden und Bleichen wie im März. Aus tausend Spiegeln antwortet die Bläue dem Himmel: Tümpel und Pfuhle, Bäche und Flüsse berauschen sich an so viel Blau – und des Abends, wenn die Sterne des Winterhimmels mehr und mehr gen Westen sinken, Orion und Sirius, die Plejaden und der Aldebaran.
August – Gewitter Philosophie

August – Gewitter

August - Gewitter und Sternschnuppen - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Der Monat der Gewitter und der Sternschnuppen-Nächte schließt sich dem Juli an, in dessen Bann wir das Überweltliche erflogen, die Arupa-Welten, die dem Theosophen bekannt sind als diejenigen Zonen hoher Wirklichkeit, die nichts Gestalthaftes, Geteiltes und einem Sondersein Verpflichtetes mehr bergen.
September – Nachsommer Philosophie

September – Nachsommer

September - Der süße Nachsommer - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Die Wolken der Zugvögel rauschen über uns dahin. Das Obst ist reif, Äpfel und Birnen klopfen zu Boden, wenn der Wind weht – und in der gläsernen Klarheit des Tages riecht es nach Efeu und Lebensbaum. Abends aber, wenn das Dunkel immer früher hereinbricht und die Kühle uns bald schon Ausschau halten lässt nach dem teefarbenen Licht des Fensters daheim, blinkt vom Osthimmel her das Siebengestirn zu uns hernieder.
Oktober – Geist verdichtet zu Samen Philosophie

Oktober – Geist verdichtet zu Samen

Oktober - Geist verdichtet zu Samen - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Alles Pflanzliche, das jetzt, von der Kühle genötigt, aus seinem grünen Herzen heraus des nahenden Winters ansichtig wird, kennt nur eine einzige Methode des Überdauerns, wenn es nicht Baum oder Gesträuch ist, die Zusammenziehung des eigenen Wesens in den Samen.
November – Gespenster Philosophie

November – Gespenster

November - Monat der Gespenster - Herbert Fritsche - Philosophie - Jahreslauf - Nebel und Nässe, frühes Dunkel und unwirtliche Witterung — es ist der Monat der Gespenster. Aber »wer ins Dunkel schaut, wird immer etwas sehen«, heißt es bei William Butler Yeats, dem englischen Dichter des Weltgeheimnisses. Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt, das unentrinnbar und leise von allen ihn trennt.